Eine behütete Kindheit hat er gehabt. In der Schule war er allseits beliebt und sie wählten ihn zum Klassensprecher. Dennoch sagt er, habe er den anderen Leuten stets etwas vorgemacht.

Seinen großen Bruder verehrte er sehr, nach dessen Tod begann er ein Doppelleben. Für seine Eltern war er weiterhin der brave Sohn, lernte Textilkaufmann, arbeitete in Modekaufhäusern und stellte Monatsgewinn-Rekorde auf. In seiner anderen Existenz arbeitete er als freier Vermögensberater – und betrog die Kunden nach Strich und Faden. Er verkaufte dubiose Immobilien, strich private Vermögen ein und lockte mit hohen Gewinnen.

Der „andere“ Mark Z. nutzte die Mittel der Empathie und verstand sich hervorragend im Lesen von körperlichen Signalen. Er schuf Situationen, in welchen ihm seine Opfer blind vertrauten. Dabei hielt er sich stets an die Regeln des „perfekten“ Verkäufers.

Von allen Protagonisten wirkt er wohl am skrupellosesten. Doch hat Mark Z. auf eigenen Wunsch für diesen Film die Konfrontation mit einem seiner Opfer gesucht und seine Eltern um die Teilnahme vor der Kamera gebeten, um „vor Leuten wie mir zu warnen“.